Abnahme der Jugendflamme der Stufe 1 am 30.06.2009
Nach einigen gemeinsamen Übungsabenden und Vorbereitungsstunden in denen unsere Jugendlichen intensiv auf die Prüfung vorbereitet wurden, konnte am 30.06.2009 die Jugendflamme der Stufe 1 durch unseren Jugendwart Helmut Hertwich abgenommen werden. Die Prüfung, die aus verschiedenen praktischen Aufgaben besteht, wurde von Daniel Leiblein, Christopher Grötzner, Jonas Schüll, Pascal Tritthart, Franziska Höne und Theresa Höne mit Bravour gemeistert.
Eine der Aufgaben bestand darin, die Zusammensetzung eines Notrufes aufzählen zu können. Hierfür mussten nicht nur die Notrufnummern korrekt zugeordnet werden können, sondern auch das Aufbauschema, mit den sogennanten W-Fragen beherrscht werden. Der Disponent einer Leitstelle benötigt stets die Angaben "Wo" etwas passiert ist, "Was" genau passiert ist, "Wieviele" Verletzte es gibt und "Welche" Art von Verletzungen vorliegen. Abschließend ist auch noch wichtig, "Wer" den Notfall meldet. Bevor das Gespräch nun beendet werden kann, heißt es noch auf Rückfragen zu "warten".
Die nächste Aufgabe bestand darin, ein Unterflurhydrantenschild korrekt erklären zu können. Auf diesen Schildern befinden sich Meterangaben, mit welchen der Hydrant auch bei einer geschlossenen Schneedecke oder Dunkelheit schnell gefunden werden kann. Des weiteren ist der Durchmesser der Wasserleitung angegeben um daraus Rückschlüsse über die mögliche Fördermenge ziehen zu können. Auch mussten unsere Jugendliche die benötigten Geräte und deren Ort im Fahrzeug erklären können.
Vom Hydranten ging es weiter zum Strahlrohr. Erörtert werden mussten hier die unterschiedlichen Strahlrohrarten- und deren Größe. Vor allem von Bedeutung ist hier die entsprechende Durchflussmenge und die verschiedenen Strahlformen, deren Anwendungsgebiete erklärt werden mussten. Während man mit Vollstrahl eine große Wurfweite und einen starken Aufpralldruck erzeugen kann, ist der Sprühstrahl besser zur flächenhaften Brandbekämpfung einzusetzen. Im Innenangriff dagegen kommen auf Grund der besseren Strahlrohbeherschbarkeit und besserer Kühlwirkung moderne Hohlstrahlrohre zum Einsatz.
Neben Knotenkunde, in welcher der Rettungsknoten, der Kreuzknoten sowie ein Mastwurf mit Halbschlag angefertigt werden musste, stand auch das Theme Erste-Hilfe auf dem Prüfungsplan. Die Krankentrage musste aus dem Fahrzeug geholt, anschließend korrekt aufgebaut und ein Sanitätskasten bereitgestellt werden.
Als weiterer Punkt wurde Schlauchkunde abgefragt. Die Schlaucharten, sogenannte Saug- und Druckschläuche, mussten zusammen mit ihrem Einsatzgebiet erläutert werden. In diesem Zusammenhang waren auch verschiedene weitere Amaturen von Bedeutung, u.a. ein Verteiler und dessen Handhabung oder auch Übergangsstücke um Kupplungen von A-Storz auf B-Storz oder von B auf C reduzieren zu können. Abschließend musste noch ein C-Schlauch korrekt verlegt, entwässert und wieder verstaut werden.
An dieser Stelle sei unseren Jugendlichen noch einmal für ihre Bereitschaft zur Ausbildung gedankt. Und selbstverständlich: "Herzlichen Glückwunsch" zur erfolgreich abgelegten Prüfung!

