Jahreshauptversammlung 2008

Am Freitag, den 07.März 2008 lud der Verein der Freiwilligen Feuerwehr Weisendorf zur Jahreshauptversammlung 2008 ins Feuerwehrgerätehaus ein. Neben den erschienenen Mitgliedern konnte Vorstand Günther Baumüller auch Gemeinderat Georg Süß sowie unseren zukünftigen Bürgermeister Alexander Tritthart Willkommen heißen.
Zunächst begann Baumüller mit einem Bericht über die Tätigkeiten des Vereins im abgelaufenen Jahr. Hier stand zunächst im März seine eigene Wahl zum Vorstand an. Nicht fehlen durften natürlich die traditionelle Schlachtschüssel und das Schinkenessen, welche wie gewohnt wieder ein voller Erfolg waren. Dagegen verlief das Grillfest auf Grund schlechten Wetters eher mäßig. Neben diesen Terminen wurde weiterhin ein Vereinsausflug nach München in die Bavaria-Film-Studios unternommen, sowie ein Besuch bei unseren Freunden der Freiwilligen Feuerwehr Weißendorf in Thüringen.
Im Anschluss an den Bericht des Vorsitzenden folgte der Bericht des Kassiers. Dieser konnte nach wie vor einen guten Kontostand präsentieren, wenn auch die Ausgaben im vergangenen Jahr die Einnahmen auf Grund der zahlreichen Aktivitäten etwas überstiegen.


Günther Baumüller

Wilhelm Oed

Die Tätigkeiten der aktiven Mannschaft erläuterte Kommandant Wilhelm Oed in einem umfassenden Bericht. So galt es 2007, nicht zu letzt auf Grund eines Unwetters im Landkreis, soviele Einsätze wie nie zuvor zu bewältigen. Insgesamt wurde die Feuerwehr so 116 mal in Notlagen gefordert, davon waren 95 technische Hilfeleistungen und 16 Brände, sowie vier Sicherheitswachen und eine Fehlalarmierung.
Neben dem Einsatzdienst mussten von den sechs Feuerwehrfrauen und 54 Feuerwehrmännern aber auch noch eine Vielzahl an praktischen Übungen und theortischen Unterrichten abgeleistet werden. Weiterhin hat auch die Aus- und Fortbildung hohe Priorität. 23 Kameraden besuchten deshalb Lehrgänge auf Landkreisebene, weitere 6 Kameraden Lehrgänge an den Feuerwehrschulen. Das Spektrum reichte hier von der Grundausbildung über den Atemschutzgeräteträger bis zur Technischen Hilfeleistung oder dem Verhaltenstraining im Brandhaus.
Durch Brandschutzerziehung in den Kindergärten wird zudem wichtige Aufklärungsarbeit geleistet, damit bereits die Kinder wissen, was bei einem Brandfall zu tun ist. Hier besuchte Karlheinz Schwarz mit seinem Team alle drei Weisendorfer Kindergärten in regelmäßigen Abständen.
Mit stolzen Worten erwähnte Oed schließlich noch die Arbeit der Jugendfeuerwehr. Denn neben der Grundausbildung legten unsere jüngsten Feuerwehrfrauen und -männer auch die Bayerische Jugendleistungsspange sowie den jährlichen Wissenstest mit Erfolg ab.
Insgesamt wurden somit von den aktiven Mitgliedern der Wehr im vergangenen Jahr deutlich mehr als 5300 Stunden ehrenamtlicher Dienst in Übungen und Einsätzen sowie Wartungen geleistet, um für Notfälle bestens gerüstet zu sein.

Michael Steidl ließ die Anwesenden wissen, dass die Jugendfeuerwehr derzeit aus 18 Feuerwehranwärtern besteht, darunter 5 Mädchen. Aus Altersgründen wurden im vergangenen Jahr auch 5 Mitglieder der aktiven Mannschaft überstellt. Neben der Jugendleistungsspange und dem Wissenstest berichtete er weiterhin vom Besuch des Jugendzeltlagers in Höchstadt/Aisch. Viel Spaß hatten alle, so Steidl, wenn auch das heiße Wetter jener Tage hauptsächlich zum relaxen im nahen Freibad eingeladen hätte. Außerdem wurde wie auch in den vergangenen Jahren wieder die Theatergruppe aus Weisendorf unterstützt, wenn es heißt die Mehrzweckhalle für die Aufführungen zu bestuhlen. Beendet wurde das Feuerwehrjahr für die Jugend traditionell mit einer gemütlichen Weihnachtsfeier bei Pizza und Kinderpunsch .

Der nächste Tagesordnungspunkt sah den Bericht von unserem Gerätewart Karlheinz Schwarz vor. Dieser konnte für das vergangene Jahr Arbeitsleistungen von insgesamt 738 Stunden vorweisen. So treffen sich monatlich bis zu 12 Helfer um die anfallenden Wartungs- und Reparaturarbeiten durchzuführen. Hier gilt es vor allem die Einsatzbereitschaft stets sicher zu stellen, indem sämtliche Stromgeräte wie auch die Pumpen auf fehlerfreie Funktion hin überprüft werden. Auch die Fahrzeuge selbst und alle Akkus werden hier kontrolliert. Auch müssen notwendige Um- und Ausbauarbeiten an den beiden Gerätehäusern der Feuerwehr geleistet werden.

Über Atemschutz in der Feuerwehr referierte in einem weiteren Tagesordnungspunkt Hans-Peter Schmidt. Die Wehr verfügt derzeit über 19 Träger von Atemschutzgeräten, davon besitzen zehn die Zusatzausbildung zum Tragen von Chemikalienschutzanzügen. Schmidt erläuterte die herausragende Bedeutung des Atemschutzes, da kaum ein Brandeinsatz mehr ohne diese Geräte zu bewältigen ist, verwies aber zugleich auf die drohenden Gefahren. Deshalb ist ein guter Ausbildungsstand stets Voraussetzung. Um dies zu gewährleisten muss jeder Atemschutzträger jährlich zusätzlich einmal durch die Atemschutzstrecke in Herzogenaurach gehen, einen Einsatz oder eine Einsatzübung bewältigen und eine theoretische Unterweisung besuchen.

Neben Wünschen der Mitglieder stand als letzter Punkt schließlich noch ein Grußwort des Bürgermeisters auf dem Programm. Da aber leider keiner der amtierenden Bürgermeister der Versammlung beiwohnte, musste dieser Punkt letztlich entfallen.
So dankte Günther Baumüller wie auch schon seine Vorredner in seinem Schlusswort allen für die geleistete Arbeit des Jahres 2007 bevor er die Sitzung beendete.