Freitag, 30.05.2008 - 19.00 Uhr
Einsatzübung in Hammerbach - Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen
Am Freitag, den 30.05.2008 lud die Freiwillige Feuerwehr Hammerbach zu einer Einsatzübung an das Gelände rund um den Hammerbacher Sportplatz. An der Übung, bei dem es sich um einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen handelte, waren neben der Ortswehr aus Hammerbach auch die Feuerwehr Weisendorf sowie die Feuerwehr Herzogenaurach beteiligt. Um das Szenario realitätsnäher zu gestalten, wurden im Vorfeld alle Verletztendarsteller durch das Rote Kreuz geschminkt.
An dem gestellten Unfall waren zwei PKW sowie ein LKW, welcher Gefahrgut geladen hatte, beteiligt. Der LKW-Fahrer befand sich noch in seinem Führerhaus, musste aber auf Grund des Austretens der Chemikalien schnell gerettet werden. Hierfür wurden von der Hammerbacher Wehr zunächst zwei Atemschutzgeräteträger eingesetzt, um zu dem Fahrer vor zu dringen. Diese wurden dann durch einen Trupp in Chemikalienschutzanzügen abgelöst, um einen besseren Schutz für die Einsatzkräfte zu ermöglichen. Nachdem der LKW-Fahrer durch den CSA-Trupp aus der Gefahrenzone gebracht wurde, musste durch den Trupp die gefährliche Ladung geborgen werden. Hierfür wurden auch Chemikalienschutzanzüge durch die Feuerwehr Hammerbach eingesetzt. Die Zone rund um den LKW wurde zudem mit Flatterbändern abgesichtert.

Einer der am Unfall beteiligten PKWs kam auf der Straße selbst zu Liegen. Hier wurden zwei Personen eingeklemmt. Diese wurden durch den mit drei Bereitschaften anwesenden Rettungsdienst zunächst betreut und erstversorgt. In Absprache mit dem Notarzt konnten dann die Kräfte der Feuerwehr Herzogenaurach beginnen, mit Spreizer und Schere die Verunfallten aus ihrem Wrack zu befreien. Nachdem beide Insassen gerettet wurden, konnten sie zur weiteren Versorgung in einen Rettungswagen gebracht werden.

Etwas schwieriger sollte sich die Lage beim zweiten verunfallten PKW darstellen. Dieser kam von der Fahrbahn ab, drehte sich auf die Beifahrerseite und prallte schließlich mit dem Dach gegen einen Baum. Beim Fahrer des Fahrzeuges konnte bei Eintreffen der Rettungskräfte nur noch der Tod festgestellt werden. Zudem war eine weitere Person im unteren Bereich des PKWs eingeklemmt und schwer verletzt worden. Eine dritte Person wurde durch die Wucht des Aufpralls aus dem Fahrzeug geschleudert und kam in der angrenzenden Wiese zu liegen. Nach Erkundung durch den Einheitsführer wurde hier zunächst eine Person zur Betreuung für den aus dem Fahrzeug geschleuderten Verletzten abgestellt. Um ein Kippen des Fahrzeuges zu verhindern, wurde es zudem unterbaut und mit einer Leiter gesichert. Die Absprache mit der Notärztin ergab, dass eine Rettung über den Kofferraum die schonenste Variante darstellen würde. So wurden zunächst Scheiben des PKWs entfernt und die Heckklappe geöffnet. Nach entfernen der Rücksitzbank mit Spreizer und Schere konnte schließlich die Verletzte befreit werden und dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung übergeben werden. Im Anschluss daran konnte noch die "Leichenbergung" aus dem PKW erfolgen.


Nach Abschluss der Übung trafen sich alle beteiligten Retter nochmals im Gerätehaus um eine Aussprache über die Übung abzuhalten. Nach Beendigung des offiziellen Teils lud schließlich die Feuerwehr Hammerbach noch zu einer kleinen Stärkung mit Würsteln und Salat ein.
An dieser Stelle sei nochmals der Feuerwehr Hammerbach für die Organisation und Einladung zu dieser Übung gedankt. Durch derartige Szenarien kann sowohl die Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren wie auch zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst weiter trainiert und verbessert werden.